Tipps, wie du Tierleid durch Tierversuche vermeiden kannst

Pro Jahr werden weltweit Millionen Tiere darunter Mäuse, Hunde, Katzen, Affen, Kaninchen und Vögel für Tierversuche misshandelt, gequält und getötet. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2018 über 2,8 Millionen Tiere für Versuche missbraucht –Tendenz steigend (Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft). 

 

Die Tiere erleben dabei das komplette Programm an Grausamkeit. Die Schädel von Affen werden durchgebohrt, damit Implantate reingesetzt werden können, um die Gehirnaktivität zu erforschen und schwangeren Affen werden täglich Chemikalien in den Magen gepumpt, um die Auswirkungen auf den Nachwuchs zu beobachten. Mäuse müssen Zigarettenrauch einatmen und werden anschließend aufgeschnitten, um die Ausbreitung von Krebs zu erforschen und Kaninchen werden Chemikalien in die Augen gespritzt, um Kosmetik und Hygienemittel zu testen. 

 

Allein für Botox werden in Europa jährlich 350.000-400.000 Mäuse brutal getötet. Um festzustellen, wie stark das Nervengift ist, wird es den Tieren in die Bauchhöhle gespritzt, wodurch sie ersticken, da die Atemmuskulatur gelähmt wird.

 

Wofür werden Tierversuche gemacht: für die Medizin, Pharma, Grundlagenforschung, aber auf für unsere Kosmetik, Hygieneartikel, Reinigungsmittel, Fertignahrung oder Tabak.

 

Viele weitere Informationen findest du auf Ärzte gegen Tierversuche.


Dieses Video zeigt sehr anschaulich, wieso Tierversuche verboten werden müssen:


Was können wir dagegen tun?


In erster Linie keine Unternehmen unterstützen, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Je bekannter und mächtiger ein Unternehmen ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Tierversuche und Umweltzerstörung fördert.


Kosmetik ohne Tierversuche


Seit 2013 sind in der EU Tierversuche für Kosmetik und pflegende Artikel verboten, sowie der Import jeglicher Produkte, die an Tieren getestet wurden. Das gilt leider nicht für Chemikalien, Reinigungsmittel, Medikamente oder Wandfarben, deren Bestandteile für Kosmetikartikel verwendet werden. Große Unternehmen verkaufen zudem ihre Produkte auf der ganzen Welt und führen Tierversuche im Ausland durch. Deswegen ist es wichtig, Unternehmen zu unterstützen, die nachhaltige, vegane und tierversuchsfreie Produkte anbieten. 

 

Hier findest du eine Liste von Herstellern, die PETA schriftlich zugesichert haben, keine Tierversuche durchzuführen oder in Auftrag zu geben: www.kosmetik.peta.de/deutschland


Tabak und Zigaretten ohne Tierversuche


Am besten wäre es komplett mit dem Rauchen aufzuhören, vor allem auch für die eigene Gesundheit. Die Tabakindustrie ist zudem verantwortlich für die großflächige Abholzung der Regenwälder, für Kinderarbeit, die oft tödlich endet und für die Verpestung von Gewässer und Nährböden. Wer trotzdem auf die Zigaretten nicht verzichten möchte, kann auf folgenden tierversuchsfreien Marken zurückgreifen:

 

Pöschl Tabak - Pueblo und Red Bull

 

Lorillard Tobacco - Old Gold, Max, Satin, True, Kent, Newport, Maverick

 

Von-Eicken - Pepe, Allure, Denim, Burton, Dockers, Dimitrinos, Manitou Organic, St. Pauli


Reinigungsmittel und Waschpulver ohne Tierversuche


Viele Reinigungsmittel und Waschpulver, die in den Supermärkten und Drogerien angeboten werden, enthalten Giftstoffe, die unsere Haut und Umwelt schädigen. Nicht nur, dass hier oft Tierversuche durchgeführt werden - wir verschmutzen unser Wasser, wenn wir die Chemikalien in den Abfluss gießen und erzeugen Unmengen an Plastikmüll.

 

In handelsüblichen Weichspüler befinden sich zudem tierische Tenside, die aus Schlachtabfällen gewonnen werden. 

 

Eine gute Alternative bieten nachhaltige und natürliche Wasch- und Reinigungsmittel. Die Auswahl wird hier immer größer und du findest viele entsprechende Produkte in der Drogeriemarkt.

 

Die beste und kostengünstige Alternative ist Wasch- und Reinigungsmittel selbst zu machen. Zum Beispiel sind Kastanien ein natürliches Waschmittel und Natron, Kernseife, Soda, Zitronensaft und Essig beseitigen jeden Schmutz im Haushalt. 


Weitere Aktivitäten, um Tierversuche zu stoppen:


● Als Student/Mediziner Tierversuche in der eigenen Uni ablehnen und verweigern

 

● Gesünder leben, um medizinische Eingriffe zu vermeiden

 

● In den sozialen Medien über das Thema aufmerksam machen und tierversuchskritische Beiträge teilen

 

● Briefe/E-Mails an Firmen, Politiker oder Kosmetikhersteller schicken und sie auffordern, die Tierversuche zu stoppen

 

● An Demos und Infoständen teilnehmen oder selbst welche organisieren

 

● Organisationen wie Ärzte gegen Tierversuche e. V. unterstützen

 

● Schaue auch unter Aktiv helfen für weitere Inspirationen

Der Kampf gegen Tierversuche ist nicht einfach. Aber jede so kleine Aktion oder weiter gegebene Information, kann etwas bewirken und das Bewusstsein für das Leid der Tiere erweitern. Viele kleine Erfolge machen einen Riesenerfolg und wir sollten dafür kämpfen, dass durch genug Druck und Beharrlichkeit die Tierversuche eines Tages weltweit verboten werden. 

Mehr Informationen über Tierversuche unter Ärzte gegen Tierversuche e. V.


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