Tipps, wie du Tierleid im Urlaub vermeiden kannst

Hier erfährst du wie du Tieren im Urlaub helfen kannst und welche Touristenattraktionen du meiden solltest:


Keine Elefanten reiten


Im Urlaub sollte man gar keine Tiere reiten, ob Elefanten, Kamele oder Pferde. Denn die Tiere sind dem Dauerstress durch die Touristen ausgesetzt und können nicht artgerecht gehalten werden. Viele leiden unter Rückenproblemen oder sterben an Hitzeschlag und Erschöpfung.

 

In einigen asiatischen Ländern, wie z.B. in Thailand, gehört es zum Urlaubsprogramm auf dem Rücken eines Elefanten zu reiten, aber dahinter steckt extrem viel Tierleid. Die Elefanten werden von klein auf durch Wasserentzug, Schmerz und Isolation darauf trainiert, gehorsam und gefügig zu sein. Sie verbringen ihr Leben an Ketten angebunden, ohne die Möglichkeit, frei zu sein. 

 

Reportagen: Black Tusk - youtube / DW Elefantenreiten - youtube

 

Alternativ können Tierrettungsstationen wie der "Elephant Nature Park" in Thailand bei Chiang Mai besucht werden. Dort werden Elefanten, die vorher zum Reiten oder andere Tricks gezwungen wurden, aufgenommen und versorgt.


Keine Tiere als Souvenir


In vielen Urlaubsorten werden ausgestopfte Tiere oder Tierteile als Souvenir verkauft. Dabei handelt es sich meistens um geschützte Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. So oder so wurde ein Tier dafür getötet.

 

Hier sind einige Beispiele: Jegliche Tierfelle, Reptilienhäute, ausgestopfte Tiere, Tierzähne und Hörner als Schmuck oder Statuen, Korallen, Muscheln, Schalen aus Schildkrötenpanzer, Traumfänger mit Federn, Medizin aus Tigerknochen, Figuren aus tropischem Holz, Räucherstäbchen aus geschützten Baumarten und viele weitere. Es gibt sogar Schlüsselanhänger mit lebenden Schildkröten oder Seepferdchen. Die Augen immer offen halten und im Zweifelsfall lieber das Produkt nicht kaufen. Dazu kommt, dass bei illegaler Einfuhr hohe Geldstrafen drohen.

 

Alternativen: Produkte und Kunstwerke, die Einheimische selbst herstellen und entwerfen, wie z. B. Stoffe aus Pflanzenfasern, Töpfe, Schnitzereien aus altem Holz oder Steinskulpturen, Draht- und Glasfiguren. So werden die Menschen vor Ort unterstützt und keine Tiere kommen zu Schaden.



Keine Fotos gegen Geld


Auf den Promenaden in vielen Städten werden Fotos mit exotischen Tieren angeboten. Wer hätte nicht schon Lust, sich mit mehreren Papageien, einem Krokodil oder mit einem niedlichen Gibbon fotografieren zu lassen?

 

Für die Tiere ist das kein Spaß, sondern Stress, den sie mehrere Stunden am Tag ausgesetzt sind, oft in der prallen Sonne. Hier kann unter keinen Umständen eine tiergerechte Haltung gewährleistet werden.

 

Alternative: Rettungsstationen besuchen oder Tiere in der Wildnis von weitem beobachten und fotografieren.


Keine Tiergefängnisse


Damit sind alle Delfinarien, Zoos, Zirkusse und jegliche Orte gemeint, wo Tiere gegen ihren Willen eingesperrt werden und Tricks vorführen müssen.

 

Mehr Information unter Tierschutz in der Unterhaltung.



Keine Kutschenfahrten


Zu einer Reise nach Rom oder New York gehört für viele eine romantische Kutschenfahrt beim Sonnenuntergang dazu. Aber für die Tiere ist dabei nichts romantisch oder angenehm. Sie stehen den ganzen Tag, oft in der prallen Sonne, und kutschieren Touristen durch die Gegend. Unfälle im Straßenverkehr sind keine Seltenheit, sowie Gelenkschmerzen und Verletzungen. Eine tiergerechte Haltung kann hier nicht gegeben werden.

 

Die beste Alternative ist Fahrräder zu mieten und die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Romantische Orte hat jede Stadt zu bieten, die auch zur Fuß erreichbar sind.


Kein Jagen


Wenn du auf dieser Seite bist und schon so weit gelesen hast, dann gehört das Jagen bestimmt nicht zu deinen Hobbies. Das Thema ist trotzdem erwähnenswert, denn für viele gehört das Jagen im Urlaub dazu.

 

In vielen Ländern der Welt, ganz vorne Afrika, Europa und Amerika, wird Jagdtourimus betrieben. So zum Beispiel in der USA, wo Tausende Zebras und Antilopen gezüchtet werden, die in vergleichsweise kleinen Gehegen durch die Jäger gehetzt und getötet werden. In Osteuropa dagegen werden die letzten Bären gnadenlos abgeschossen und in Afrika werden von Hand aufgezogenen Löwen für die Jäger zum Abschuss bereit gestellt.

 

Je seltener das Tier, umso höher ist der Preis. Vom Aussterben bedrohten Tieren sind am beliebtesten.

 

Reportage: ZDF Frontal Deutsche Touristen auf Jagd (in Afrika) - youtube / tagesschau Umstrittene Löwenzucht - youtube

 



Die Natur nicht zerstören


Wir alle wollen Reisen und neue Kulturen und Orte entdecken. Aber wir sind einfach zu viele Menschen und die Erde kann den Massentourismus nicht aushalten. 

 

Touristen hinterlassen Müll, verfolgen und belästigen Wildtiere für Fotos oder brechen empfindliche Korallen/ Pflanzen ab, um ein Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Die Nachfrage nach Hotels und mehr Infrastruktur wächst immens und dafür muss ebenfalls die Natur weichen und Wildtiere vertrieben werden. 

 

Ein weiteres Problem ist, dass viele Touristen sich Luxus wünschen. Das beinhaltet riesige Zimmer, Terrassen, Pools, Golfplätze, Freizeitparks, Wasserparks und Spa-Angebote.

 

Ein gutes Beispiel ist der Dschungel im Khao Yai Park, Thailand.  Er wird immer weiter von Golfplätzen und Hotelanlagen verdrängt, auch die Anzahl an Wildtiere sinkt.

 

Lösung: Sanft reisen und die genannten Beispielen meiden. Die Natur immer respektieren und schützen, Angebote hinterfragen und sich ausgiebig im Internet über das Reiseziel und mögliche Umweltproblemen informieren.


Walbeobachtung


Freie Wale, Delfine und Haie zu beobachten, ist eine Erfahrung, die das Herz von vielen höher schlagen lässt. Allerdings ist die Walbeobachtung, wie das Schnorcheln und Tauchen, zur Massenunterhaltung geworden, was zerstörte Natur zur Folge hat. Die Tiere werden auch durch die Touristen gestresst und verscheucht.

 

Wie es richtig geht: 

 

● Oft entscheidet der Preis. Je billiger, umso schlechter. 

● Nur professionelle und erfahrene Anbieter auswählen, die von selbst Umweltschutzaspekte ansprechen.

● Mit einem Schlauchboot/Ruderboot rausfahren statt mit einem Schiff. So wird Kraftstoff gespart und die Tiere werden nicht verscheucht oder gar verletzt.

● Tieren nicht hinterher schwimmen. 

● Keine Meeresbewohner anfassen, da wir ihre Schutzschicht zerstören und Bakterien übertragen könnten.

● Keine Meerestiere füttern! Das wird oft gemacht, um sie für Fotos anzulocken. Durch die ungesunde Nahrung, werden sie aber eher krank.

● Wenn du Müll am Strand oder im Wasser siehst, solltest du ihn immer aufsammeln und richtig entsorgen.

● Keine Tiere, Korallen oder Muscheln aus dem Wasser nehmen.

● Kein Sonnenöl oder Insektensprays benutzen, falls du ins Wasser gehen solltest, da diese im Wasser wie Giftstoffe wirken.


Wir können im Urlaub viel für die Umwelt und die Tiere tun. Dabei müssen wir nur lernen, Angebote in Frage zu stellen und nicht blind alle Touristenattraktionen mitzumachen. 


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