Tipps, wie du Tierleid bei Freizeitaktivitäten vermeiden kannst

Hier findest du eine Auflistung der Hauptbereiche, in denen Tiere für unsere Unterhaltung ausgebeutet werden:


Keine Zoos


Weltweit werden Wildtiere gegen ihren Willen in engen Käfigen eingesperrt, damit wir sie bestaunen können. Die Tiere haben wenig Platz, keine Abwechslung, kaum Rückzugsmöglichkeiten, keine naturnahe Umgebung und leiden oft an Verhaltensstörungen. In vielen Zoos, so wie im Hannover Zoo (Deutschland), wurden Aufnahmen gemacht, wie Elefanten im Training geschlagen und verletzt werden.

 

Bildmaterial: Peta Zwei - youtube

 

Tierparks, die unterstützt werden müssen, sind die, die verletzte und misshandelte Tiere retten und versorgen. Dort kann man mit einem guten Gewissen Tiere hautnah erleben und beobachten. So wie der Elephant Nature Park in Thailand. Dort werden gerettete Elefanten aufgenommen, die vorher in der Unterhaltungsindustrie ausgebeutet wurden (siehe hierzu auch Tierschutz im Urlaub). In dem Tanzbärenpark in Beliza, Bulgarien, werden gerettete Bären aufgenommen, die vorher einen Ring in der Nase trugen, um auf den Straßen zum Tanzen gezwungen zu werden. In Müritz, Deutschland, gibt es einen ähnlichen Park, ebenfalls von der Organisation Vier Pfoten unterstützt. Daneben gibt es unzählige Lebenshöfe, die sich über ganz Deutschland/ Europa ausweiten und Spenden brauchen, um die Tiere zu versorgen und weitere aufzunehmen.

 

Wichtig: Scheinheilige Tierrettungsstationen sind mittlerweile ein florierendes Geschäft geworden. Ob eine Rettungsstation wirklich Tiere rettet, erfährst du durch Recherchen und Referenzen im Internet. Was für Tiere werden aufgenommen? Haben sie genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten? Werden sie gestresst und für Fotos ausgenutzt? Gibt es Tierschutzorganisationen, die darüber berichtet haben? Ein Beispiel, wieso das alles wichtig ist: in Afrika werden Freiwillige aus Europa rekrutiert, mit dem Versprechen Babylöwen zu retten und aufzuziehen. Die nichts ahnenden Tierfreunde zahlen Tausende von Euros, um am Ende Löwen aufzuziehen, die für die Jäger aus Europa und die USA für Tausende von Euros zum Abschuss bereit gestellt werden. Deswegen ist gründliche Recherche das A und O.


Keine Delfinarien


Delfine und Orcas schwimmen in freier Wildbahn über hundert Kilometer pro Tag, in Delfinarien und Wasserparks dagegen können sie höchstens im Kreis schwimmen. Statt in Freiheit zu leben, werden sie darauf trainiert, vor dem Publikum zu springen und weitere Tricks vorzuführen. Viele Tiere verletzten sich selbst oder erleiden Verhaltensstörungen.

 

Sea World in San Diego, USA, zeigt wie absurd die Tierhaltung ist. Auf diesem Bild kann man eindrucksvoll sehen, dass der Parkplatz um ein vielfaches größer ist als der Becken der Tiere.

Screenshot Google maps / San Diego, Sea World

Es ist viel schöner diese majestätischen Tiere in Freiheit zu beobachten. Hierzu muss man aber einiges beachten: Kein Massentourismus, keine überfüllten Boote (lieber Schlauchboote/Ruderboote), keine Tiere anfassen oder stören und nur ausgebildete Führer buchen. Schau auch hier Tierschutz im Urlaub unter Walbeobachtung.

 

Reportagen:

Inside the tanks - youtube 

Befreit die Wale! - DW Reporter - youtube



Keine Zirkusse


Der Zirkus mit Tieren ist eine weitere Art Lebewesen für den Profit auszubeuten. Die Tiere werden von klein auf hart trainiert und zu Gehorsam durch Schmerzen oder Nahrungsentzug gezwungen. Ihr Leben besteht aus Reisen in engen kahlen Transportboxen, stressigen Vorführungen vor lauten Menschenmassen und stundenlanges Training. Kein Elefant oder Tiger würde freiwillig auf die Freiheit verzichten, um "Sitz" und "Männchen" auf Kommando zu machen, nur damit wir ihm applaudieren können. 

 

Tiere in Zirkusse werden in immer mehr Ländern offiziell verboten, wie zum Beispiel in Griechenland oder Bosnien-Herzegowina. Wir müssen uns für die Tiere einsetzen, damit diese Tierausbeutung weltweit verboten wird!

 

Reportagen:

ZDF Frontal 21 - youtube

Ykollektiv - youtube 


Keine Stierkämpfe


Nun sind wir auch bei den Stierkämpfen angekommen. Das ist wahrscheinlich die grausamste Tierausbeutung für unsere Unterhaltung, die unzählige Male im Jahr stattfindet und sich leider immer noch einer großen Beliebtheit erfreut.

 

So läuft es ab: Der Bulle wird in der Arena immer wieder provoziert und ans Ende seiner Kräfte getrieben. Er bekommt Spieße in den Nacken reingebohrt, um aggressiv zu werden und zum Schluss wird er mit einem Dolchstoß vor dem applaudierenden Publikum erstochen. Ein Stierkampf bedeutet für das Tier ein langsamer Tod voller Stress und höllischen Qualen. Doch es geht noch weiter: Es gibt noch das sogenannte Stiertreiben. Hier werden Bullen und junge Kälber in die engen Gassen der Stadt freigelassen und durch die Menschenmassen gehetzt und verletzt. Dabei werden sie in die Arena getrieben, um dort anschließend getötet zu werden. 

 

Zum Glück wächst die Ablehnung in der Bevölkerung immer weiter an. Bisher gibt  es nur auf den kanarischen Inseln ein komplettes Stierkampfverbot, aber es werden hoffentlich weitere Regionen folgen.

 

Reportagen:

WD-Becerradas: Brutales Spektakel in Spanien - youtube 

Animal Equality - youtube 



Keine Rodeos


Das Rodeo ist ursprünglich eine brasilianische Sportart, die nach Amerika und Kanada gebracht wurde. Auch weltweit existiert eine große Fangemeinschaft und es gibt viele Anhänger.

 

Bei dem Rodeo gibt es mehrere Disziplinen, darunter das Kälberfangen, wobei ein Kalb (also ein Babytier) durch die Gegend gehetzt und anschließend mit einem Seil eingefangen wird. Eine weitere Disziplin ist sich eine Zeit lang auf einem Bullen oder auf einem wilden Pferd zu halten ohne runter zu fallen.

 

Diese Sportart/Tradition bedeutet extrem viel Stress und Leid für die Tiere, die nach all den Torturen meist getötet werden.

 

Als Alternative gelten alle weiteren Sportarten, woran kein Tier beteiligt ist.


Keine Pferderennen


Bei Pferderennen geht es ausschließlich um Profit durch Wetten. Die Pferde werden jahrelang trainiert und wie Goldbarren behandelt. Sie müssen ständig Leistung zeigen und Schnelligkeit beweisen. Schwere Verletzungen sind an der Tagesordnung und bedeuten meist den Tod für das Tier. Dadurch verliert das Pferd an Wert und wird in vielen Fällen an die Fleischindustrie weiter verkauft.

 

Das gilt für alle Rennsportarten mit Tieren, wovon Hunde leider auch nicht verschont bleiben (z.B. Windhundrennen). Hier werden die Tiere bei Leistungsverlust ausgesetzt oder getötet. In Asien werden z.B. Wettrennen mit Tauben veranstaltet, dabei werden tausende Vögel im offenen Meer freigelassen und sie müssen selbst zurück nach Hause fliegen. Nur ein kleiner Teil der Tauben schafft es lebendig aufs Land. In vielen weiteren Ländern, ganz voran auch Deutschland und die Schweiz, werden ähnliche Wettrennen veranstaltet, wobei viele Tauben sterben oder orientierungslos in die Städte stranden. Schwache Tauben, die geringe Leistung erbringen, werden ebenfalls getötet und durch neue ersetzt.

 

Alternative zu Tierrennen: Wer wetten will, kann das bei allen Sportarten tun, wo kein Tier daran beteiligt wird. Und wer Pferde hautnah erleben will, kann verschiedene Lebenshöfe und Tierheime besuchen.

 

Reportagen:

ARD Quarks - youtube 

NDR - Das kurze Leben der Rennpferde - youtube



Geld und Tiere


Hier wurden die am weitesten verbreiteten Unterhaltungsmöglichkeiten genannt, wo Tiere missbraucht und ausgebeutet werden. Darüberhinaus scheint das Angebot an Tierausbeutung unendlich groß zu sein, z. B. das Ponykarussell bei Jahr- und Weihnachtsmärkten, wo Ponys stundenlang im Kreis laufen oder die Esel auf Santorini, die Touristen bei glühender Hitze tragen müssen. Generell gilt: wenn Tiere mit Geld verbunden werden, handelt es sich meistens um Ausbeutung. Unterstützenswert sind nur Organisationen und Tierparks, die verwahrloste, misshandelte und illegal gehaltene Tiere retten und versorgen.

 

Wir müssen immer die Augen offen halten und alles hinterfragen. Dank des Internets, können wir uns über jeden Tierpark oder jeder Veranstaltung vorab informieren. Das Eintrittsgeld, das gezahlt wird, entscheidet nämlich was finanziert wird - Tierrettung oder Tierausbeutung. 


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