22 Tipps, um aktiv Tieren zu helfen

Weltweit werden Milliarden Tiere für unsere Kleidung, Unterhaltung, Urlaub, Kosmetik und Essen eingesperrt, ausgebeutet und misshandelt. Aber auch in der Haustierhaltung werden viele Tiere nicht artgerecht gehalten und leiden unter den Bedingungen. Wir haben die Wildtiere weltweit auf einem Minimum reduziert, die Ozeane sind mit unserem Müll vollgestopft und die Natur wird sekündlich gnadenlos zerstört. Daran müssen wir schleunigst etwas ändern!

 

Die Tiere können nicht für sich selbst kämpfen und sind deswegen auf die Hilfe und den Einsatz von vielen tierliebenden Menschen angewiesen. Hier sind einige Ideen und Inspirationen, wie du dich aktiv einsetzen kannst:

Die Tiere brauchen unsere Hilfe

1. Der erste und wichtigste Schritt ist, sich selbst zu ändern. Denn jede Veränderung fängt zuerst bei dir an. Hinterfrage dich selbst und deinen Konsum und überlege, was du alles ändern kannst, um Tiere zu schützen. Wenn du alle genannten Ratschläge unter Tierschutzkurs befolgst, bist du einen großen Schritt weiter.

 

2. Informiere dich weiter und weiter. Wissen ist alles! Denn nur so kann man Tieren gezielt helfen und man hat immer eine gute Grundlage, um mit anderen über die Tierausbeutung zu reden.

 

3. Sei aktiv in den sozialen Netzwerken. Heutzutage hat die online Präsenz eine enorm wichtige Rolle für jedes Unternehmen. Durch deine Kommentare und Bewertungen kannst du deine Meinung mit anderen teilen und auch so die Firmen unter Druck setzen. Poste auch in deinem eigenen Feed Bilder und Informationen über den Umwelt- und Tierschutz. Du kannst auch Bewertungssysteme wie von Google oder Tripadvisor nutzen, um auf Missständen zum Beispiel in Zirkusse, Zoos oder Touristenattraktionen aufmerksam zu machen.

 

4. Engagiere dich politisch und sozial. Du kannst einer bestehenden Organisation in deiner Nähe beitreten und dich mit anderen verbünden. Ob man sich dafür einsetzt, dass der Braunkohleabbau gestoppt wird, mehr Bäume gepflanzt werden oder die Gemeinde einen Zirkussverbot erteilt. Man kann auf viele verschiedene Wege etwas Gutes bewirken. 

 

5. Es ist sehr wichtig, möglichst viele Menschen zu informieren. Erzähl deinen Freunden, Verwandten und Bekannten von der Tierausbeutung, die wir unbewusst unterstützen. Sogar das bloße Teilen eines Beitrags auf Facebook kann jemanden erreichen und ihn zum Nachdenken bringen. Dabei ist es sehr wichtig, immer freundlich, sachlich und gelassen zu bleiben. Wer aggressiv auftritt und Menschen etwas vorzuschreiben versucht, wird wenig Erfolg haben und stößt schnell auf Ablehnung. 

 

6. Organisiere dich mit anderen. Dabei kannst du dich mit Freunden und Bekannten verbünden und immer mehr Menschen in die Gruppe aufnehmen. Oder du kannst direkt in einem der Teams der Tierschutzgruppen wie zum Beispiel Ariwa beitreten. Schau auch auf Facebook unter Gruppen, ob in deiner Stadt sich Tierschützer bereits zusammen geschlossen haben. Gemeinsam könnt ihr Demos, Infostände oder verschiedene Aktionen vorbereiten und durchführen. 

 

7. Helfe im örtlichen Tierheim mit. Denn dort gibt es immer etwas zu tun. Die Tiere brauchen Zuwendung und liebevolle Menschen um sich herum, aber auch die Käfige und das Gelände müssen sauber gehalten werden. Man kann auch Decken, Laken, Leinen, Tierfutter und andere für das Tierheim nützliche Sachen sammeln und spenden. Neben den Tierheimen gibt es weitere Organisationen, die auf Freiwillige angewiesen sind, so zum Beispiel Wildtierrettungsstationen, Gnadenhöfe, Tierschutzvereine, Auffangstationen oder Einrichtungen für die Versorgung und Rettung von Tauben.

8. Rette ein Tier vor der Schlachtung. Wenn du einen Garten mit viel Platz hast, bietet sich an, Hühner oder Kaninchen zu halten. Es gibt Organisationen und kleine Vereine, die Tiere aus Massentierhaltungsanlagen mitnehmen (aber nicht kaufen, da dadurch das Tierleid unterstützt wird) und ständig nach geeigneten Aufnahmestellen suchen.

 

9. Nimm an Demos und Mahnwachen teil, oder organisiere selbst welche. Das hilft sehr und kann Firmen, Jäger, Schlachtbetriebe, Zirkusse, Delfinarien, Pelzverkäufer, Versuchslabore oder Politiker unter Druck setzen. Wann eine Demonstration stattfindet erfährst du z. B. durch Facebook, indem du unter Veranstaltungen verschiedene Suchbegriffe wie Demonstration, Tierrechte, Tierschutz, Demo, Tiere, Zirkus, vegan oder Umwelt eingibst. Folge auch Tierschutzgruppen und Vereinen in den sozialen Medien, denn dort werden oft bevorstehende Aktionen angekündigt. Du kannst dich auch als Mitglied bei den verschiedenen Organisationen, wie zum Beispiel Ärzte gegen Tierversuche e. V., Vier Pfoten, PETA oder Animal Equality direkt eintragen lassen. So wirst du immer über Termine und Aktionen informiert. Auf der Seite www.tierrechtstermine.de werden ebenfalls Infos über Demos und Mahnwachen eingetragen. 

Foto: Deutsches Tierschutzbüro e.V., Lucas Mezk, Demo gegen Echtpelz

10. Erfreue dich an jedem Lebewesen, das du siehst und schütze die Natur. Ob Insekten, Vögel, Säugetiere aber auch Pflanzen – sie alle sind faszinierend und unentbehrlich für ein funktionierendes Ökosystem. Aber sie sterben aus! Allein in Deutschland hat sich die Anzahl an Insekten und Vögel in den letzten 30 Jahren um 75% reduziert und weltweit verschwinden tausende weitere Tierarten. Wenn es weiter so geht, werden wir die komplette Artenvielfalt zerstören und das wird auch für uns Menschen verheerende und lebensbedrohliche Folgen haben. Die gesamte Natur und Tierwelt funktionieren zusammen wie ein Uhrwerk. Wenn ein Rädchen ausfehlt, fängt die Uhr an, anders zu ticken.

 

Wie sensibel das Naturuhrwerk ist, zeigt ein Beispiel aus dem Yellowstone Park, USA: Dort wurden in dem 19. Jahrhundert alle Wölfe ausgerottet und die Hirsche dagegen gefüttert. Ohne Feinde sind die Bestände stark gewachsen und alle Gräser, besonders an den Flussufern, sowie jegliche Schösslinge von Bäumen wurden kahl gefressen. Der Park bot danach kaum noch Essen für die Vögel und Insekten, wodurch die Artenvielfalt stark zurückging. Die Hirsche aßen auch die jungen Laubbäume am Flussufer, sodass die Bieber nichts mehr zu beißen hatten und ebenfalls verschwanden, genau so wie viele weitere Tierarten. Da kaum Vegetation die Ufer schützte, wurde das Land beim Regen überflutet und das Wasser begann sich durch die Landschaft zu schlingeln. Dieser Zustand dauerte bis 1995 an, bis Wölfe in Kanada gefangen und im Park ausgesetzt wurden. Danach veränderte sich alles: Die Hirsche begannen sich von den Wölfen zu verstecken und mieden die Flussufer. Dadurch konnten die Laubbäume, Gräser und Blumen wieder wachsen, sodass die Bieber und die Vögel zurückkamen. Durch die Dämme, die die Bieber bauten, floss der Fluss langsamer und es bildeten sich viele Lebensräume für Reptilien und Amphibien. Da die Wölfe die Hirsche aßen, sorgten sie für eine regulierte Population der Bestände. Dadurch ging es den Bären gesundheitlich wieder besser, da die Johannis- und Himbeeren wieder stark wuchsen und sie durch den Zucker an Gewicht zulegen konnten. Die Wölfe verdrängten aber auch die Kojoten, sodass die Kaninchen und Feldmäuse sich ausbreiten konnten. Das hatte wiederum zur Folge, dass die Greifvögel, vor allem Adler, zurückkehrten und sich vermehrten. Durch die wachsende Vegetation stabilisierten sich die Flüsse und die Bodenerosion hörte auf. Ja, so sensibel und komplex ist unsere Natur. Daher ist es wichtig, alle Lebewesen und Pflanzen zu schützen, denn wir können nicht absehen, was passieren wird, wenn die Tiere weiter so verschwinden und aussterben.

 

Zum Thema kann ich euch die Bücher von Peter Wohlleben ans Herz legen, vor allem der Titel "Das geheime Netzwerk der Natur". Hier erklärt der Autor auf liebevolle und anschauliche Art und Weise, wie komplex und faszinierend die Flora und Fauna miteinander harmonieren.

 

11. Helfe den Insekten. Wie schon erwähnt, sterben diese im raschen Tempo aus. Eine Tatsache die uns ebenfalls massiv bedroht. Jedes Insekt hat eine wichtige Aufgabe in der Natur, ob Moskito, Biene oder Schmetterling. So bestäuben Bienen rund 80% unserer Nutz- und Wildpflanzen. Würmer lockern die Erde, damit das Regenwasser aufgenommen werden kann und keine Landflächen überflutet werden. Und Parasiten bilden eine wichtige Nahrungsquelle für viele Vogel- und Reptilienarten. Aus dem Grund müssen wir dringend insektenfreundlich handeln. Hier sind einige Tipps für den Erhalt der Insekten:

 

● Kaufe Biolebensmittel, da für den Anbau keine Pestizide und Neonikotinoide verwendet werden. Bei Getränken kannst du auf Säfte von Streuobstwiesen zurückgreifen. Dabei stehen die Obstbäume "verstreut" in der Landschaft und werden umweltverträglich bewirtschaftet. 

 

● Stelle eine flache Schale mit Wasser im Freien hin und lege Steine und kleine Äste rein, damit auch Insekten an das Wasser rankommen, ohne die Gefahr zu ertrinken. Vögel, Kleintiere und Reptilien sind im Sommer auch besonders dankbar für frisches Wasser, denn sie können bei hohen Temperaturen dehydrieren und sterben (Wichtig: die Schale sollte regelmäßig gereinigt werden, da sich Krankheiten ausbreiten können).

 Wenn du erschöpfte Bienen, Hummeln oder andere Insekten auf dem Boden siehst, dann gib ihnen Wasser mit Zucker. Dabei kannst du einfach einen Löffel nehmen oder ein Blatt, damit das Tierchen daraus trinken kann. 

 

 Wenn du einen Garten/Balkon/Terrasse hast, solltest du den Rasen selten mähen und stattdessen einheimische Blumen, Bäumen und Kräuter einpflanzen. Im Herbst sollte man das Laub im Garten liegen lassen, da es einen Lebensraum für viele Insekten bildet.

 setze dich dafür ein, dass so viele Grünflächen, wie nur möglich, mit insektenfreundlichen Pflanzen bepflanzt werden

 

 Benutze keine chemischen und giftigen Stoffe gegen Insekten oder Unkraut im eigenen Garten oder im Haushalt. Kaufe auch keine elektrisch betriebene Insektenfallen oder andere Insektenvernichter.

 

 Dämme Abends das Licht und bringe Insektengitter an den Fenstern an. Die kleinen Tierchen werden vom Licht angezogen und das hat negative Folgen für ihr Überleben. Warmweiße LED Lampen locken auch weniger Insekten an.

 

 Baue ein oder mehrere Insektenhotels, die als Winterquartier, Nistplatz und Unterschlupf dienen - so wie auf dem folgenden Foto zu sehen:

Foto von einem Insektenhotel

12. Koche für deine Freunde und Verwandte vegane Gerichte. Die meisten Menschen wären schon längt vegan, wenn sie wüssten wie lecker veganes Essen sein kann. Zeig deinen Lieben wie geschmackvoll und vielfältig die vegane Ernährung ist und schon hast du sie alle auf deiner Seite.

 

13. Unterschreibe Petitionen. Unter Change.org sowie auf den Seiten vieler Organisationen findet man Petitionen, die unterstützt werden müssen. In der Vergangenheit haben sie sich als sehr wirksam erwiesen und setzen Unternehmen und Politiker unter Druck.

 

 

14. Zeige Zivilcourage. Wenn du beobachten solltest, dass Tiere misshandelt werden oder in schlechter Haltung leben, musst du folgendes tun: Erst ein mal Ruhe bewahren, nach Zeugen suchen und Beweise sichern, wenn möglich auch Fotos machen. Je mehr man in der Hand hat, umso besser. Dann hast du zwei Möglichkeiten - den Fall an das zuständige Veterinäramt zu übergeben oder direkt eine Strafanzeige bei der Polizei oder bei der Staatsanwaltschaft zu stellen. 

 

15. Bemale die Stadt mit Kreide, indem du zum Beispiel auf den Film und die Seite www.earthlings.de (der Film hat vielen die Augen geöffnet) aufmerksam machst, wie hier:

Aufgenommen in Frankfurt am Main, Deutschland

16. Schreibe Firmen an und teile ihnen mit, wieso du die Produkte meidest. Es gibt viele Unternehmen wie Nestlé, die die Umwelt regelrecht zerstören und Tierquälerei fördern. Schreibe E-Mails an die Kundenbetreuung oder rufe direkt an und teile dem Unternehmen mit, wieso du die Produkte nicht mehr kaufen wirst. Je mehr Menschen das tun, umso eher wird die Firma unter Druck geraten und etwas ändern.

 

17. Verzichte auf Böller und Raketen am Silvester. Der Spaß am Jahresende hat leider sehr viele Schattenseiten. So werden Tiere, ganz voran Vögel, durch das Knallen und Böllern verschreckt und können vor Autos rennen bzw. gegen Fassaden fliegen. In den Großstädten werden vermehrt hilflose Tauben verletzt oder gar getötet. Auch die enorme Umweltverschmutzung belastet unsere Böden, Gewässer und Flüsse. Und nicht zu vergessen, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Arbeiter in China die Produkte herstellen müssen. Das alles lohnt sich nicht für einige Minuten Spaß.

Dieses Foto wurde am 1.01.2019 in Frankfurt am Main aufgenommen.

 

18. Reduziere deinen Konsum. Alles, was wir kaufen, wird irgendwo auf der Welt abgebaut oder angebaut und meistens sehr energie- und wasserintensiv hergestellt. Ganz zu schweigen, wie viele Ressourcen noch für den Transport aufgebraucht werden. So werden die Regenwälder für Aluminium, also für die die Autoindustrie, aber auch für Konservendosen und Alufolie, vernichtet. Man muss sich erst ein mal vor Augen führen, dass jedes noch so kleines Produkt, aus unserer Erde besteht. Unser Verpackungswahn verstopft auch langsam die Poren der Erde und vergiftet unsere Böden und Gewässer. Wir töten damit nicht nur die Tiere und die Natur, sondern auch uns selbst. 

 

Für viele Tipps, wie man nachhaltiger leben kann, klicke hier: Umweltfreundlich Leben.

 

In folgendem Video wird sehr anschaulich erklärt, wie unser Konsum die Erde zerstört:

Video: YouTube, Schlaumal - Umwelt, Mensch und Tier

19. Sammle den Müll im Wald und am Strand ein. Umweltschutz bedeutet auch Tierschutz. Im Pazifik befindet sich ein Plastikstrudel, der viermal größer ist als Deutschland. Er besteht aus Verpackungen, Plastikbesteck, Plastikflaschen und andere nicht biologisch abbaubaren Gegenständen. Millionen Tiere, wie Meeresschildkröten, essen die Plastikteile und verenden qualvoll daran. In den Wäldern und Flüssen sieht es nicht besser aus, egal ob in Europa oder Asien. Sogar an den abgelegensten Orten der Welt findet man mittlerweile alte Plastikflaschen und Verpackungen. Deswegen nutze jede Gelegenheit, um Müll zu sammeln und andere dafür zu motivieren. Hier ist wichtig, nicht nur Müll zu sammeln, sondern auch so wenig wie nur möglich selbst welchen zu erzeugen. 

Plastik liegt überall rum und verpestet die Natur

20. Mache den Tierschutz zu deinem Beruf. Es gibt zahlreiche Jobs, die den Schutz der Tiere und/oder der Umwelt im Fokus haben. Es ist für jeden etwas dabei - vom Tierpfleger, über Softwareentwickler bis zum Anwalt für Tierrechte. Mit einer sinnvollen Arbeitsstelle kämpfst du für eine bessere Welt und kannst auf dich stolz sein. Wieso sollte man für ein gewinnorientiertes Unternehmen schuften, um am Ende festzustellen, dass nur der Chef und die Wirtschaft davon profitiert haben? Dann lieber die Zeit, die einem auf der Erde bleibt, für etwas sinnvolles nutzen. Dabei ist auch egal, ob man sich für den Tierschutz einsetzt, kranke und alte Menschen pflegt oder Feuerwehrmann*frau ist. Der Beruf muss ein höheres Ziel haben, als nur Geld zu verdienen und reicher zu werden.

 

21. Helfe den Tauben in deiner Stadt. Sie sind leider nicht sonderlich beliebt und werden sogar als Schädlinge und Ungeziefer wahrgenommen, wobei die Vögel sehr friedlich und liebenswert sind. An Gebäuden werden spitze Metallnadeln angebracht, die sie verstümmeln, und in der Stadt werden sie von Menschen verjagt und getreten, während sie einfach hungrig nach Futter suchen. Dabei sind Tauben ausgesetzte Haustiere, die nicht mehr gebraucht werden oder den Weg nach Hause nicht mehr gefunden haben. Weltweit finden Taubenwettrennen statt, wobei viele Tiere orientierungslos in der Stadt landen und sich vermehren. Sie sind dafür gezüchtet, vom Menschen abhängig zu sein und können sich nicht, wie die Wildvögel, von Insekten ernähren. Aus diesem Grund sind Fütterungsverbote in Städten ohne betreuten Taubenschläge pure Tierquälerei, denn das führt nur zu ausgehungerten und kranken Tieren. Viel effektiver ist es die Zucht einzuschränken und die Wettbewerbe zu verbieten.

 

Was ist zu tun? Finde heraus, ob es eine aktive Taubenhilfe sowie Taubenhäuser in deiner Stadt gibt. Wenn ja, kannst du dort als freiwillige*r Helfer*in mit anpacken oder spenden. Da die wenigen Menschen Tauben helfen wollen, suchen solche Organisationen händeringend nach Unterstützung. Die Arbeit besteht darin, die Tauben zu versorgen, die Brutstellen sauber zu halten, Futter auszulegen und/oder verletzte Tauben zu fangen und gesund zu pflegen. Wenn es in deiner Stadt keine Taubenhilfe gibt, dann kannst du dich dafür einsetzen, dass eine gegründet wird. Du kannst die Tauben auch mit gutem Gewissen füttern (außer in Orten mit Taubenhäuser), denn viele sind unterernährt. Dabei essen sie am liebsten Weizen (nicht zu Brotwaren verarbeitet!), Mais, Sonnenblumenkerne, Erbsen oder zerhackte Erdnüsse. Unsere industrielle Nahrung wie Pommes, Toastbrot oder Brezel macht sie eher krank. Verstreue die Körner an abseits gelegenen Orten und nicht direkt vor Geschäften oder wo viele Passanten vorbeilaufen. Ich rate von einer regelmäßigen Fütterung an der selben Stelle ab, da die Tauben sich daran gewöhnen und selbst kein Futter mehr suchen. Du kannst auch flache Schalen mit Wasser in Grünanlagen und an Bahnhöfen stellen, denn viele der Tauben haben Durst und sind vor allem im Sommer dehydriert. Aber auch Insekten und andere Tiere freuen sich über Wasser (denke daran, die Schalen täglich auszuwaschen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden). Sammele auch Schnüre und Fäden vom Boden auf, denn Tauben sind dafür bekannt, dass sie sich regelmäßig darin verheddern und ihre Beine verstümmeln.

 

Wenn du eine verletzte Taube siehst, solltest du ihr immer helfen. Schaue niemals weg! Denn wenn du ihr nicht hilfst, tut es vielleicht niemand. Bringe sie zu einem vogelkundigen Tierarzt oder zu dem örtlichen Tierheim bzw. Taubenhilfe. Die Facebookgruppe "Wildvogelhilfe Notfälle" ist auch sehr hilfreich.

"Wären Tauben bunte Papageien, würde jeder ihnen helfen wollen..."

22. Lasse deiner Fantasie freien Lauf. Es gibt unfassbar viele Möglichkeiten, sich für die Tiere einzusetzen und für sie zu kämpfen. Es geht in erster Linie darum, Menschen zu informieren und auf das Thema Tierschutz aufmerksam zu machen und ihre Empathie zu wecken. 

 

Im Grunde genommen sind fast alle Menschen gut. Sogar der größte Fleischliebhaber braucht das richtige Video, das sein Herz berührt und schon wird er selbst für die vegane Ernährung werben. Mir ging es nämlich selbst so. Vor einigen Jahren hätte ich mir auf keinen Fall vorstellen können, auf Fleisch zu verzichten. Heute bereue ich es, jemals Fleisch gegessen zu haben. Menschen können sich ändern, wir können uns ändern.

 

Deswegen ist es wichtig, immer freundlich und gelassen zu bleiben. Natürlich erfordert das eine Menge Geduld und Selbstbeherrschung, denn als Tierfreund muss man sich viele Beleidigungen und Sprüche anhören. Aber man darf sich davon niemals entmutigen lassen, sondern weiter mit erhobenem Haupt für die Tiere kämpfen!

Wir für die Tiere!


Hier findest du weitere Tipps für ein tierleidfreies Leben: