Tipps, wie man Tierleid durch Tierversuche vermeiden kann

Pro Jahr werden Millionen von Tieren wie Hunde, Katzen, Affen, Kaninchen, Vögel und Mäuse sinnlos für Tierversuche misshandelt, gequält und getötet. Allein in Deutschland wurden im Jahr 2016, laut dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 2.854.586 Tiere für Versuche missbraucht –Tendenz steigend. Die Tiere erleben dabei das komplette Programm an Grausamkeit. Bei Affen wird der Schädel durchgebohrt, damit Implantate reingesetzt werden können, um die Gehirnaktivität zu erforschen, Hunde müssen ihr Leben lang Zigarettenrauch einatmen und werden anschließend aufgeschnitten, um die Ausbreitung von Krebs zu erforschen und Kaninchen werden Kosmetikzusatzstoffe in die Augen gespritzt, um zu testen, ob die Mascara so produziert werden darf. Dabei wurde mehrfach nachgewiesen und belegt, dass die Tierversuche nur minimal auf den Menschen übertragbar sind. Wie kommt man überhaupt auf die Idee, Depressionstherapien an Mäusen oder Lippenstifte an Katzen zu testen? Der Hauptgrund ist wie immer das Geld. Es ist natürlich viel billiger, Lebewesen zu züchten und zu töten, statt das Geld in teuere Alternativversuche zu investieren.

 

Wenn Tiere so sind, wie wir, dann sind Tierversuche untragbar. Wenn Tiere nicht so sind wie wir, dann sind Tierversuche sinnlos. (Zitat von PETA)


Wofür werden Tierversuche gemacht?


● Für Medizin

● Kosmetik (darunter auch Botox)

● Grundlagenforschung

● Fertignahrung

● Tabak

● Waschpulver und Reinigungsmittel

● Tiernahrung

● Weitere Bereiche sind z. B. Flugsimulationen mit Vögeln



Dieses Video von der Organisation Ärzte gegen Tierversuche e. V. zeigt sehr anschaulich, wieso Tierversuche verboten werden müssen:


Grundsätzlich kann man sagen, dass die Tierversuche für Kosmetik, Tabak, Reinigungsmittel, Tiernahrung, Waschpulver und alle ähnlichen Bereichen grausam und sinnlos sind. Das zeigt uns nur, dass solche Produkte fragwürdige Chemikalien enthalten und für uns nicht gesund sein können. Wieso müsste man sie sonst testen? Dazu gibt es noch unzählige weitere medizinische Eingriffe, für die Tiere sterben müssen. Zum Beispiel werden für Botox allein in Deutschland jährlich 100.000 Mäuse brutal getötet. Um festzustellen, wie stark das Nervengift ist, wird es den Tieren in die Bauchhöhle gespritzt, wodurch sie ersticken, da die Atemmuskulatur gelähmt wird. Das heißt im Klartext, wir töten auf übelste Art und Weise Lebewesen, um weniger Falten zu haben.

 

Für die Wissenschaft und Forschung werden ebenfalls Tiere ihrer Freiheit beraubt und sinnlos gequält. Ein aktuelles Beispiel aus Berlin zeigt, wie grausam die Grundlagenforschung ist. Eine Biologin will drei Nachtigallmännchen fangen und sie mit ebenfalls gefangenen Nachtigallweibchen paaren. Dem Nachwuchs werden die Schädel aufgebohrt, damit Implantate reingesetzt werden. Wieso das Ganze? Die Biologin will den Gesang der Vögel erforschen, denn er gäbe angeblich Hinweise auf menschlichen Autismus. Dieses Projekt wird von der EU finanziert.  

 

Es gibt einen minimaler Prozentsatz an Tierversuchen, die in der Medizin eingesetzt werden und tatsächlich für das aktive Retten von Menschen beitragen. Für alle "notwendigen" Tierversuchen, wie Organtransplantationen, gibt es aber bereits zahlreiche Alternativen, die sehr vielversprechend sind und erfolgreich angewendet wurden. So wird an Biochips, Zellkulturen, 3D-Drucke aus Gewebe und In-Vitro-Verfahren fleißig geforscht.


Was können wir dagegen tun?


In erster Linie keine Unternehmen unterstützen, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Man kann fast pauschal sagen, dass je bekannter und mächtiger eine Firma ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Tierversuche und Umweltzerstörung fördern. Die bekanntesten Markengiganten, die sehr weit gestreute Produkte haben, sind Nestlé, P&G und Unilever. Auch wenn sie sich jetzt bessern wollen, wer will schon ein Unternehmen unterstützen, dass moralisch zu so etwas fähig war? 


Kosmetik ohne Tierversuche


Seit 2013 sind in der EU Tierversuche für Kosmetik und pflegende Artikel verboten, sowie der Import jeglicher Produkte, die an Tieren getestet wurden. Das gilt leider nicht für Chemikalien, Reinigungsmittel, Medikamente oder Wandfarben, deren Bestandteile für Kosmetikartikel verwendet werden. Große Unternehmen verkaufen zudem ihre Produkte auf der ganzen Welt und führen Tierversuche im Ausland durch. Deswegen ist es wichtig, Unternehmen zu unterstützen, die nachhaltige, vegane und tierversuchsfreie Produkte anbieten, wie zum Beispiel CD Körperpflege

 

Hier findest du eine Liste von Herstellern, die PETA schriftlich zugesichert haben, keine Tierversuche durchzuführen oder in Auftrag zu geben: www.kosmetik.peta.de/deutschland


Tabak und Zigaretten ohne Tierversuche


Am besten wäre es komplett mit dem Rauchen aufzuhören, vor allem auch für die eigene Gesundheit. Die Tabakindustrie ist zudem verantwortlich für die großflächige Abholzung der Regenwälder, für Kinderarbeit, die oft tödlich endet und für die Verpestung von Gewässer und Nährböden. Aber wer trotzdem auf die Zigaretten nicht verzichten möchte, kann auf folgenden tierversuchsfreien Marken zurückgreifen:

 

Pöschl Tabak - Pueblo und Red Bull

 

Lorillard Tobacco - Old Gold, Max, Satin, True, Kent, Newport, Maverick

 

Von-Eicken - Pepe, Allure, Denim, Burton, Dockers, Dimitrinos, Manitou Organic, St. Pauli


Reinigungsmittel und Waschpulver ohne Tierversuche


Viele Reinigungsmittel und Waschpulver, die in den Supermärkten und Drogerien angeboten werden, enthalten Giftstoffe, die unsere Haut und Umwelt schädigen. Nicht nur, dass hier oft Tierversuche durchgeführt werden - wir verpesten unser Wasser, wenn wir die Flüssigkeiten in den Abfluss gießen und erzeugen Unmengen an Plastikmüll.

 

Eine gute Alternative bieten nachhaltige und natürliche Wasch- und Reinigungsmittel. Die Auswahl wird hier immer größer und man findet viele entsprechende Produkte in der Drogeriemarkt. Die beste und kostengünstige Alternative ist, alles selbst herzustellen. Zum Beispiel sind Kastanien ein natürliches Waschmittel und Natron, Kernseife, Soda, Zitronensaft und Essig beseitigen jeden Schmutz im Haushalt. 


Weitere Aktivitäten, um Tierversuche zu stoppen:


● Als Student/Mediziner Tierversuche in der eigenen Uni ablehnen und verweigern

 

● Gesünder leben, um medizinische Eingriffe zu vermeiden

 

● In den sozialen Medien über das Thema aufmerksam machen und tierversuchskritische Beiträge teilen

 

● Briefe/E-Mails an Firmen, Politiker oder Kosmetikhersteller schicken und sie auffordern, die Tierversuche zu stoppen

 

● An Demos und Infoständen teilnehmen oder selbst welche organisieren

 

● Organisationen wie Ärzte gegen Tierversuche e. V. unterstützen

 

● Schaue auch unter Aktiv helfen für weitere Inspirationen

Der Kampf gegen Tierversuche ist nicht leicht und man muss viele Niederlagen in Kauf nehmen. Aber jede so kleine Aktion oder weiter gegebene Information, kann etwas bewirken und das Bewusstsein für das Leid der Tiere erweitern. Viele kleine Erfolge machen einen Riesenerfolg und ich bin zuversichtlich, dass durch genug Druck und Beharrlichkeit die Tierversuche eines Tages weltweit verboten werden. Aber jetzt müssen wir erst ein mal dafür kämpfen!

Mehr Informationen über Tierversuche unter Ärzte gegen Tierversuche e. V.


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