Tipps, wie man Tierleid auf dem Teller vermeiden kann

Wir konsumieren täglich Fleisch, Milchprodukte, Fisch und Eier. Aber was steckt eigentlich dahinter? Hier erfährst du wie diese Produkte hergestellt werden und welche Gefahren sie mit sich tragen:


Fleisch


Fleisch ist lecker. Leider kann man diese Tatsache nicht leugnen. Aber was wir leugnen ist, wie das Fleisch hergestellt wird und unter welchen grausamen Bedingungen die Tiere leiden müssen. Denn das ist eine Tatsache, die wir uns gerne schönreden und versuchen einfach zu verdrängen. Man hat die Missstände ja nicht vor Augen und das Gesehene im Internet lässt sich schnell vergessen. In Wirklichkeit begeht die Menschheit gerade den größten Massenmord aller Zeiten.

 

Weltweit werden jedes Jahr Milliarden Tiere in der Massentierhaltung brutal gehalten, misshandelt und getötet. Abgesehen vom Tierleid, ist die Fleischproduktion stark am Klimawandel, der Umweltzerstörung und dem enormen Wasserverbrauch beteiligt. Als Umweltschützer bringt es wenig bis gar nichts, beim Duschen Wasser zu sparen, wenn man weiterhin Fleisch isst. Denn für ein einziges Kilo Rindfleisch werden 15.490 Liter Wasser benötigt, die ausreichen würden, um ein Jahr lang duschen zu können. Dagegen verbrauchen Kartoffeln 210L pro 1kg, Karotten 130L und Tomaten 110L.


Für die Herstellung eines einzigen Hamburgers werden 2.400L Wasser verbraucht. Das entspricht 16 volle Badewannen. Der größte Anteil ist auf das Fleisch zurückzuführen.



Ein erschreckender Fakt ist, dass wir die Hälfte aller Agrarflächen weltweit für die Nahrung der "Nutztiere" verwenden. Dabei können unzählige weitere Menschen ernährt werden, wenn sie diese Nahrung bekommen würden, statt die Tiere. In vielen Entwicklungsländern werden einheimische Bauer vertrieben und auch Naturschutzgebiete zerstört, damit mehr Futter für die Tiere angebaut werden kann, denn der Hunger auf Fleisch wächst immer weiter an. Im Moment bilden die Menschen zusammen mit den "Nutztieren" 98% der Biomasse auf der Welt, Wildtiere bilden dabei gerade mal 2%. Diese Zahlen zeigen, wie weit wir die Erde und die Tiere für unsere eigene Zwecke ausbeuten. Es ist rechnerisch einfach nicht möglich, dass alle Menschen auf der Welt Fleisch essen können. Im Moment funktioniert das, weil es mehr arme als reiche Menschen gibt, die es sich gar nicht leisten können, wie der Durchschnittsverbraucher in Deutschland täglich 2 mal Fleisch zu verzehren. Durch die Industrialisierung ändert sich das aber und wir stehen jetzt schon vor einem Kollaps.

 

Heutzutage ist eine vegetarische oder vegane Ernährung sehr leicht umsetzbar, überall verfügbar und teilweise gesünder. Wir müssen keine Tiere töten um ein gesundes Leben zu führen. Viele Sportler zeigen, dass die Leistung ohne Fleisch nicht kleiner wird und sie ihre Vitalität sogar verbessert haben. Ärzte, Wissenschaftler und Ernährungsexperten bestätigen ebenfalls die guten Ergebnisse und raten dazu, auf eine pflanzliche Ernährung umzusteigen. Die vegane Ernährung ist nicht die einzige gesunde Ernährungsform, aber die einzige ohne Tierleid, die sehr gesund sein kann.

 

Es ist an der Zeit, den Tieren eine Stimme zu geben und für sie zu kämpfen. Werde auch ein Teil der weltweiten Bewegung, welche die Tötung von fühlenden Lebewesen ablehnt. Zeig ein Herz für jedes Lebewesen und schwimme gegen den Strom, denn nur weil viele Menschen etwas tun und befürworten, heißt es noch lange nicht, dass es auch richtig ist. Wir sind jetzt gefragt, endlich aufzustehen und für einen besseren Umgang mit unseren Mitgeschöpfen zu sorgen.


Milchprodukte


"Kühe geben nur Milch, wenn sie ein Kalb bekommen haben." Dieser Satz schockiert immer noch viele Menschen. Denn viele von uns sind in dem Glauben aufgewachsen, dass Kühe permanent Milch geben und das auch gerne tun. Aber leider ist das ein gewaltiger Irrtum.

Darstellung der Milchproduktion

Hinter der Milchproduktion steckt immens viel Tierleid. Eine Kuh ist genau wie wir ein Säugetier. Das bedeutet, dass sie ein Kalb bekommen muss, damit sie Milch geben kann. Das Kalb wird dann von seiner Mutter getrennt, damit es keine Milch trinken kann. Sein Schicksal ist als Kalbsfleisch zu enden oder es wird zu einem Bullen herangezogen. Weibliche Kälber werden selbst Milchkühe. Deutsche Kälber werden auch nach weiten Länder wie Ägypten oder Libanon lebendig transportiert, was für die Tiere tagelange Hitze, Durst und Platzmangel in engen Transportboxen bedeutet. In den Entwicklungsländer existieren kaum bis keine Tierschutzgesetze und verdeckte Aufnahmen zeigen immer wieder, was mit den Tieren nach dem Transport passiert. Sie werden geschlagen, aufgespießt oder bekommen gar die Augen ausgestochen. Aber auch in Deutschland werden immer wieder brutale Misshandlungen aufgezeichnet.


Diese Reportage zeigt, wie die Tiertransporte zum großen Teil ablaufen:

Video: ZDF 37 Grad - Geheimsache Tiertransporte / YouTube


Kühe sind sehr intelligente sensible Wesen, die sich nach Streicheleinheiten und Liebe sehnen. In der Milchindustrie werden sie aber wie Ware behandelt. Sie sind nur gut, solange sie genug Milch abgeben. Schon längst werden sie nicht mehr per Hand gemolken, sondern in Akkordablauf an Maschinen angeschlossen. Das gilt nicht nur für die Kuhmilch, aber auch für Schafs- und Ziegenmilch. Diese Mütter trauern nach ihren Kindern, genau wie wir Menschen trauern würden, wenn wir in der gleichen Situation wären. Allein der Umstand, dass wir andere Tiere künstlich befruchten, um ihre Muttermilch zu trinken, ist absurd.

 

Natürlich geht nicht jeder Bauer grausam mit seinen Tieren um, manche lieben und schätzen ihre Tiere. Aber sogar der tierliebste Milcherzeuger oder Rinderzüchter muss seine Tiere schlachten oder an Schlachter verkaufen. Man kann nicht alle Kälber behalten, aber wiederum müssen immer neue und neue geboren werden, damit die Milchproduktion weiter läuft.

 

Die Milchprodukte sind auch nicht unbedingt gesund, denn sie stehen in Verdacht zahlreiche Krankheiten zu verursachen, unter anderem Osteoporose. Schauen wir uns die Sache aus der biologischen Sicht an: Bei jedem weiblichen Säugetier bildet sich Milch in der Brust während der Schwangerschaft. Wenn das Kind geboren ist, wird es von der eigenen Mutter gestillt. So hat es die Natur vorgesehen, Muttermilch ist nur für das Wachstum der Babys. Nicht ohne Grund sind viele Menschen Laktose intolerant und vertragen keine Milchprodukte. Das ist keine Krankheit sondern die normale Abwehrreaktion des Körpers, um Menschen davon abzuhalten, als Erwachsene Milch weiter zu trinken. Aus rein biologischer und gesundheitlicher Sicht brauchen wir die Milch der Kühe nicht zu trinken. Als Sahnehäubchen kommt dazu, dass die Milchprodukte in den Supermärkten aus der Massentierhaltung stammen und meistens Eiter und Antibiotikareste enthalten.


Fisch und Meeresfrüchte


Die wenigen haben Mitleid mit Fischen und Wassertieren wie Krabben und Oktoden. Sie winseln und jaulen ja nicht, wenn man sie lebendig ins kochende Wasser wirft oder sie aufschneidet. Also nehmen wir Menschen an, dass ihnen diese Torturen nichts ausmachen. Man kann ihre Schreie ja leichter ausblenden, wenn man sie nicht hört. Dabei haben Forscher nachgewiesen, dass Fische auch Schmerzen empfinden und unter Panik leiden, wenn man sie aus dem Wasser nimmt. Sie machen für uns unhörbare Geräusche, um ihr Leid auszudrucken - wir hören sie nur nicht.

 

Aber auch die beliebten Delfinen, Wale und Meeresschildkröten werden als Beifang massenweise gefangen und getötet. Bei der weit verbreiteten Schleppnetzfischerei werden Netze mit einer Öffnung von bis zu vier Fußballfeldern benutzt. Dabei werden alle Lebewesen getötet, die sich in diesem Radius aufhalten. Die Meere und Ozeanen sind längst überfischt, d.h. es wird mehr Fisch gefangen, als die Bestände es zulassen.


Bis zum Jahr 2061 werden wir die Gewässer überwiegend leergefischt haben und das gefährdet das gesamte Ökosystem.



Ist Fisch überhaupt gesund? Nein. Denn die Fische, die wir essen, kommen überwiegend aus Aquakulturen. Dabei werden die Tiere in offenen Gewässern in abgegrenzten Bereichen aufgezogen. Da in einer Farm Millionen Fische auf engstem Raum leben, verbreiten sich Krankheiten und Parasiten extrem schnell. So ist die Lachslaus das größte Problem, da sie die Fische beim lebendigen Leib auffrisst. Um entgegen zu wirken, werden Chemikalien und Antibiotika auf die Fische gesprüht, die nicht nur unsere Gesundheit gefährden, sondern auch unkontrolliert ins Meer gelangen. Rund um solche Aquakulturen ist alles ausgestorben. Die freilebenden Fischen sind auch nicht gesünder, da sie oft Mikroplastik im Körper enthalten. Einige Bestände sind sogar radioaktiv oder mit Erdöl überdeckt. 


Eier


Die Eier- und Hähnchenindustrie hat einen gewaltigen Ausmaß angenommen und es ist einfach nur unfassbar traurig und grausam, was wir mit diesen sensiblen und liebevollen Lebewesen anstellen.

 

Ein Großteil der Masthühner werden in kleinen Hallen zu tausendfach eingesperrt, haben keinen Platz, können die Sonne nicht sehen, werden getreten und wie eine Ware behandelt, die keine Gefühle hat. Je weniger sich die Tiere bewegen, umso schneller können sie an Masse gewinnen und das Fleisch bleibt zart. Die Legehennen werden zum Großteil in kleinen Käfigen eingepfercht und haben als einzige Aufgabe Eier zu legen. Auch wenn die Käfighaltung mittlerweile verboten ist, so werden die Tiere trotzdem weiterhin auf engstem Raum eingesperrt.

 

Die Eierproduktion ist automatisiert und läuft auf dem Laufbahn. Wenn die Küken schlüpfen, werden sie nach männlichen und weiblichen Tieren aussortiert. Die männlichen können keine Eier legen und bilden weniger Fleisch, deswegen werden sie direkt nach dem Schlüpfen in den Schredder geworfen und lebendig zerhackt oder vergast. Die weiblichen Küken erbringen ein höheres Profit und werden entweder gemästet und geschlachtet oder sie müssen einige Jahre Eier legen bis sie anschließend auch geschlachtet werden.

 

Bio ist nicht unbedingt besser. Viele verdeckte Aufnahmen haben gezeigt, dass Biofleisch oftmals aus der Massentierhaltung kommt. Es gibt natürlich viele Bauer, die ihre Tiere gut behandeln. Aber man muss sich einfach vor Augen führen, dass die Tiere früher oder später geschlachtet werden. Ist es moralisch in Ordnung ein Lebewesen zu töten, obwohl man es nicht muss? Auch ein glückliches Schwein will nicht sterben, genau so wenig wie ein glücklicher Mensch. 


Weitere Bereiche


Kaum zu glauben, aber es gibt noch einige weitere Lebensmittel und Getränke, worin man eigentlich keine tierischen Bestandteile erwartet. So werden Säfte, Wein oder auch Essig mit Gelatine geklärt und viele Fruchtgummis bekommen dadurch ihre weiche durchsichtige Konsistenz. Dabei wird Gelatine aus Schweineknochen und -schwarten, aber auch aus Rindern, Hühnern und Fischen gewonnen. In vielen roten Getränken, Fertigprodukten und auch in Kosmetik wie Lippenstifte ist Karmin (E120) enthalten. Der Farbstoff wird dabei aus Läusen gewonnen, die ausgetrocknet und gekocht werden.

 

Das einfachste ist selbst zu kochen - so weißt man, was drin ist. Aber auch die Suchmaschinen helfen dabei, schnell raus zu finden, welche Zutaten tierische Bestandteile enthalten. Man muss am Anfang die Zutatenliste checken, aber wenn man seine Lieblingsprodukte einmal gefunden hat, wird es einfacher. Immer mehr Unternehmen kennzeichnen ihre Produkte als vegan und erleichtern die Suche.


Wenn dich das alles nicht überzeugen konnte, kannst du dir diese überragende Dokumentation anschauen:

Video: Dominion / YouTube


Es ist an der Zeit aufzustehen und für die Tiere zu kämpfen! Jeder einzelne von uns ist gefragt, denn nur alle zusammen können wir etwas verändern. Immer mehr Menschen wachen auf und entdecken ihr Mitgefühl den Tieren gegenüber, die genau das sehr dringend brauchen. Lasst uns endlich das Leid beenden und für eine schönere Welt kämpfen, in der wir keine Lebewesen für unsere Gewohnheiten und Wünsche mehr ausbeuten. Wir können das! Wir müssen es nur noch wollen!


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