Tipps, wie man Tierleid im Urlaub vermeiden kann

Hier erfährst du wie du Tieren im Urlaub helfen kannst und welche Touristenattraktionen du meiden sollst:


Keine Elefanten reiten


Im Urlaub sollte man gar keine Tiere reiten, ob Elefanten, Kamele oder Pferde. Denn die Tiere sind dem Dauerstress durch die Touristen ausgesetzt und können nicht artgerecht gehalten werden. Viele leiden unter Rückenproblemen oder sterben an Hitzeschlag und Erschöpfung.

 

In den asiatischen Ländern wie Thailand gehört es zum Urlaubsprogramm auf dem Rücken eines Elefanten zu reiten. Die Touristen achten nicht darauf, wie das Tier behandelt wird und übersehen den spitzen Haken in der Hand des Elefantenführers. Dieser wird dem armen Tier tief unter die Haut reingebohrt, um es gehorsam und gefügig zu machen. Babyelefanten werden von klein auf durch Wasserentzug, Schmerz und Isolation auf das spätere Reiten oder auf diverse Trickshows vorbereitet. 

 

Alternativ kann man Tierrettungsstationen wie der "Elephant Nature Park" in Thailand bei Chiang Mai besuchen. Dort werden Elefanten, die vorher zum Reiten gezwungen wurden, aufgenommen und versorgt.


Keine Tiere als Souvenir


In vielen Urlaubsorten kann man ausgestopfte Tiere oder Tierteile als Souvenir kaufen. Dabei handelt es sich meistens um geschützte Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. So oder so wurde ein Tier dafür getötet.

 

Hier sind einige Beispiele: Jegliche Tierfelle, Reptilienhäute, ausgestopfte Tiere, Tierzähne und Hörner als Schmuck oder Statuen, Korallen, Muscheln, Schalen aus Schildkrötenpanzer, Traumfänger mit Federn, Medizin aus Tigerknochen, Figuren aus tropischem Holz, Räucherstäbchen aus geschützten Baumarten und viele weitere. Es gibt sogar Schlüsselanhänger mit lebenden Schildkröten oder Seepferdchen. Hier muss man immer die Augen offen halten und im Zweifelsfall lieber das Produkt nicht kaufen. Dazu kommt, dass bei illegaler Einfuhr hohe Geldstrafen drohen.

 

Alternativen: Produkte und Kunstwerke, die Einheimische selbst herstellen und entwerfen, wie z. B. Stoffe aus Pflanzenfasern, Töpfe, Schnitzereien aus altem Holz oder Steinskulpturen, Draht- und Glasfiguren. So werden die Menschen vor Ort unterstützt und keine Tiere kommen zu Schaden.



Keine Fotos gegen Geld


Auf den Promenaden in allen Massentourismusorten werden Fotos mit exotischen Tieren angeboten. Wer hätte nicht schon Lust, sich mit mehreren Papageien, einem Krokodil oder mit einem niedlichen Gibbon fotografieren zu lassen?

 

Wenn das Foto fertig ist, gehen wir weiter, aber das Tier muss unter dem Stress für viele weitere Fotos da bleiben, oft in der prallen Sonne. Hier kann unter keinen Umständen eine tiergerechte Haltung gewährleistet werden.

 

So macht man es richtig: Rettungsstationen besuchen oder Tiere in der Wildnis von weitem beobachten und fotografieren.


Keine Tiergefängnisse


Damit sind alle Delfinarien, Zoos, Zirkusse und jegliche Orte gemeint, wo Tiere gegen ihren Willen eingesperrt werden und zur Belustigung der Menschen Tricks vorführen müssen.

 

Mehr Information unter Tierschutz in der Unterhaltung.



Keine Kutschenfahrten


Zu einer Reise nach Rom oder New York gehört für viele eine romantische Kutschenfahrt beim Sonnenuntergang dazu. Aber für die Tiere ist dabei nichts romantisch oder angenehm. Sie stehen den ganzen Tag, oft in der prallen Sonne, und kutschieren Touristen durch die Gegend. Unfälle im Straßenverkehr sind keine Seltenheit, sowie Gelenkschmerzen und Verletzungen. Eine tiergerechte Haltung kann hier nicht gegeben werden.

 

Die beste Alternative ist Fahrräder zu mieten und die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Romantische Orte hat jede Stadt zu bieten und man kann sie auch zu Fuß erreichen.


Kein Jagen


Wenn du auf dieser Seite bist und schon so weit gelesen hast, dann gehört das Jagen bestimmt nicht zu deinen Hobbies. Das Thema ist trotzdem erwähnenswert, denn für viele gehört das Jagen im Urlaub dazu.

 

In vielen Ländern der Welt, ganz vorne Afrika, Europa und Amerika, wird Jagdtourimus betrieben. In den USA werden Tausende Zebras und Antilopen gezüchtet, denn die Nachfrage ist sehr groß. Dabei werden die Tiere in vergleichsweise kleinen Gehegen gehetzt und getötet. In Osteuropa dagegen werden die letzten Bären gnadenlos abgeschossen und in Afrika werden von Hand aufgezogenen Löwen für die Jäger zum Abschuss bereit gestellt.

 

In Ländern wie Deutschland wird das Jagen als Naturschutz begründet. Es ist ja logisch - wenn die Rehe und Wildschweine keine Feinde haben, vermehren sie sich im Höchsttempo und der Mensch muss eingreifen. Aber hier zeigt sich die Ignoranz der Menschen: wieso übernehmen wir die Aufgabe der Wölfe, anstatt gleich Wölfe zu züchten und für Ihre Verbreitung zu sorgen? 

 

Die einzige Form von Jagen, die akzeptiert werden kann, ist wenn man aus Überlebensgründen dazu gezwungen wird.



Die Natur nicht zerstören


Wir alle wollen Reisen und neue Kulturen kennen lernen. Aber wir sind einfach zu viele Menschen und die Erde kann den Massentourismus nicht aushalten. 

 

Hier sind einige Beispiele, die ich selbst vor Ort beobachtet habe: Touristengruppen hinterlassen Müll und Zigarettenstummel im Dschungel oder im Wald, verfolgen und belästigen Wildtiere für Selfies oder brechen empfindliche Korallen ab, um ein Souvenir mit nach Hause zu nehmen. Kurz gesagt: Der Massentourismus hat keinen Respekt vor der Natur.

 

Ein weiteres Problem ist, dass die meisten Touristen sich Luxus wünschen, vor allem in ärmeren Ländern. Das beinhaltet riesige Zimmer, Terrassen, Pools, Golfplätze, Freizeitparks und Spa-Angebote. Dafür muss die Natur zerstört werden. Der Dschungel im Khao Yai Park, Thailand, wird auch immer weiter von Golfplätzen und Hotelanlagen verdrängt, dafür sinkt auch die Anzahl der Wildtiere. Ganz zu schweigen, wie viel Wasser hierfür verbraucht wird oder mit welchem Dumpinglohn die Mitarbeiter auskommen müssen.

 

Lösung: Sanft reisen und die genannten Beispielen meiden. Viele Tipps rund um das Reisen findest du hier.


Walbeobachtung


Freie Wale, Delfine und Haie zu beobachten, ist eine Erfahrung, die das Herz von vielen höher schlagen lässt. Allerdings ist die Walbeobachtung, wie das Schnorcheln und Tauchen, zur Massenunterhaltung geworden, was zerstörte Natur zur Folge hat. Die Tiere werden auch gestresst und durch die Touristen oft verscheucht, was zu starken Verhaltensstörungen und zu Korallensterben führt.

 

Wie man es richtig macht: 

 

● Oft entscheidet der Preis. Je billiger, umso schlechter. 

● Nur professionelle und erfahrene Anbieter auswählen, die von selbst Umweltschutzaspekte ansprechen.

● Mit einem Schlauchboot/Ruderboot rausfahren statt mit einem Schiff. So wird Kraftstoff gespart und die Tiere werden nicht verscheucht oder gar verletzt.

● Tieren nicht hinterher schwimmen. Stattdessen kann man sich vom Wasser treiben lassen und sie entspannt beobachten.

● Keine Meeresbewohner anfassen, da unsere Haut Bakterien übertragen kann.

● Keine Meerestiere füttern! Das wird oft gemacht, um Touristen anzulocken. Man schaden den Tieren aber damit.

● Wenn man Müll am Strand oder im Wasser sieht, sollte man ihn immer aufsammeln und entsorgen.

● Keine Tiere, Korallen oder Muscheln aus dem Wasser nehmen.

● Kein Sonnenöl oder Insektensprays benutzen, falls man noch ins Wasser gehen will.


Wir können im Urlaub viel für die Umwelt und die Tiere tun. Dabei müssen wir nur lernen, unser Verhalten und das Verhalten der Anderen in Frage zu stellen und nicht blind alle Touristenattraktionen mitzumachen. 


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