Tipps, wie man Tierleid bei der Kleiderwahl vermeiden kann

Hier findest du eine Auflistung der Kleidungsstücke, die aus Tieren hergestellt werden, sowie Alternativen, um diese leichter zu vermeiden:


Kein Pelz


Echtpelz ist leider immer noch sehr beliebt und stark vertreten in der Modeindustrie. Dass dahinter extrem viel Grausamkeit und Tierquälerei steckt, wissen die wenigsten und die, die es wissen, ignorieren es einfach. Füchse, Marderhunde, Kaninchen, sogar Haushunde und Katzen werden in engen Käfigen eingesperrt, über Monate misshandelt und danach oftmals lebendig gehäutet. Die Tiere im Wald werden auch nicht totgestreichelt, sondern nach einer Hetzjagd erschossen. Nicht umsonst haben sich große Modehäuser wie Armani, Gucci, Hugo Boss und Michael Kors dazu entschieden, auf Pelz zu verzichten. In der US-amerikanischen Stadt San Francisco ist der Pelzhandel sogar komplett untersagt und es werden hoffentlich viele weitere Städte und Länder dem Beispiel folgen.

 

So erkennst du Echtpelz: Einfach ein paar Haare ausreißen und mit einem Feuerzeug anbrennen. Wenn sich Kügelchen bilden und es nach Plastik riecht, handelt es sich um Kunstpelz. Echtes Fell riecht nach verbrannten Haaren. Der Preis ist kein Indikator für die Echtheit, da Tierfell mittlerweile billiger als synthetisches Fell ist.


Kein Tierleder


Leder ist ein Nebenprodukt der Fleischindustrie? Leider nein. Ein großer Teil der Lederproduktion findet in ärmeren Ländern wie Bangladesch statt. Dort gibt es weder Tierschutz-, Umweltschutz- noch Kinderschutzgesetze. Die Folgen sind verseuchte Gewässer, kranke Menschen, hohe Sterblichkeit bei Kindern, Missbildungen und nicht zuletzt grausame Tierquälerei. Die Kühe und Büffel müssen lange Transportwege ohne Wasser aushalten und ihnen werden in manchen Fällen Chilischoten in die Augen eingerieben, um ruhig und gehorsam gestellt zu werden. Die Rinder in Europa sind auch nicht glücklicher, sondern werden ebenfalls unter unwürdigen Bedingungen massenhaft gehalten und geschlachtet. Ein Teil der Lederwaren wird sogar aus Hunde- und Katzenhaut in Asien hergestellt und nach Deutschland, als Rindleder gekennzeichnet, importiert. Das sollten genug Gründe sein, um auf Leder zu verzichten.

 

Gute umweltfreundliche Alternativen sind Leder aus Bananenschalen, Ananasblätter, Kork oder recyceltem Plastik. Der Markt für tierfreundliches Kunstleder wird durch die hohe Nachfrage immer breiter und nachhaltiger, was gut für unsere Umwelt und für die Tiere ist.



Keine Wolle


Was ist an Wolle verwerflich, wenn die Tiere beim Scheren nicht sterben? Hier gibt es mehrere Gründe. Zu einem sterben die Schafe und Lämmer, da sie früher oder später geschlachtet werden. Des Weiteren ist Wolle ein Massenprodukt geworden und um Kosten zu sparen, muss das Scheren schnell in Akkordarbeit erfolgen. Dabei werden den Tieren oftmals Schnittwunden zugefügt, die anschließend bei vollem Bewusstsein und ohne Schmerzmittel zugenäht werden. Die beliebte Merinowolle aus Australien und Neuseeland (z. B. die bekannten UGG Boots) steht noch massiver unter Kritik, weil den Tieren ohne Betäubung große Hautfetzen um den Hinterbereich abgeschnitten werden, damit Fliegen dort und nicht im Fell ihre Eier ablegen können. "Mulesing" nennt sich diese barbarische Vorgehensweise.

 

Bei der Herstellung von Angorawolle, Mohairwolle, Alpakawolle oder Kaschmir wurden auch wiederholt brutale Misshandlungen und Tierquälerei aufgezeichnet, unter anderem schreiende Kaninchen, denen das Fell ohne Betäubung abgerupft wurde oder Ziegen, die getreten und geschlagen wurden. Grausam!

 

Die besseren tierfreundlichen Alternativen zu Wolle sind Baumwolle sowie Leinen und Hanf. Die Umweltbilanz von diesen Rohstoffen ist ebenfalls weit besser als die von Wolle.


Kein Daunen


Feder und Daunen füllen unsere Jacken, Kissen und Decken. Aber die Grausamkeit gegenüber den Tieren macht hier auch keinen Halt. Gänse werden bis zu vier Mal im Leben bei vollem Bewusstsein und ohne Betäubung abgerupft (Lebendrupf). Offene Wunden, die dabei entstehen, werden oft mit Küchengarn direkt vor Ort zugenäht. Für die Vögel fühlt sich diese Prozedur wie das Rausziehen von Haaren bei Menschen an. Höllische unerträgliche Schmerzen, die kein Lebewesen verdient hat.

 

Obwohl der Lebendrupf in der EU seit 1999 verboten ist, halten sich viele Betriebe nicht daran. Hauptexporteure sind Ungarn, Polen und China. Länder ohne greifende Tierschutzkontrollen. Das Geschäft ist lukrativ: eine lebende Gans, die mehrmals gerupft wird, bringt mehr Federn und Daunen als eine tote Gans, die einmalig gerupft wird. Zudem wird die Federqualität von Rupf zu Rupf besser, was viele Modeunternehmen wollen und bevorzugen. 

 

Alternative Füllungen für Decken, Kissen und Kleidung sind Baumwolle und Kapok. Die luxuriösen Eiderdaunen sind nicht empfehlenswert. Hierbei handelt es sich um Federn von Wildgänsen, die in Island unter strengen Auflagen aus den Nestern entnommen werden, wobei kein Tier zu Schaden kommt. Für einige wenige Daunendecken mag sich das hervorragend anhören, aber dieses Produkt wird leider auch zur Massenware, was dazu führen kann, dass die Gänse für die Massentierhaltung gezüchtet werden (bislang blieben die Versuche, die Gänse zu züchten, zum Glück erfolglos). 



Kein Reptilienleder


Wie grausam Menschen sein können, zeigt sich in der Produktion von Reptilienleder. Einer der größten Lederlieferanten weltweit ist Indonesien. Warane und Pythons werden aus der freien Natur entrissen, festgebunden und in Säcke gesteckt. Ohne Nahrung und Wasser müssen sie mehrere Tage ausharren, bis  sie anschließend lebendig gehäutet werden. Das hat auch zur Folge, dass die Bestände stark gesunken sind und diese Tierarten bald komplett aussterben könnten.

 

In Afrika werden Krokodile dagegen in kahlen dreckigen Gruben gezüchtet und aufgezogen. Wenn sie alt genug sind, bekommen sie vor der Häutung einen Elektrostab ins Gehirn gebohrt. Aus ihrer Haut werden dann Brieftaschen für die "obere Schicht" hergestellt. Das ist definitiv kein Luxus, sondern Tierquälerei.

 

Eine Alternative ist Kunstleder mit Reptilienhautmuster.


Keine Seide


Seide besteht aus dünnen Fäden, die der Seidenspinner (eine Schmetterlingsart) für seinen Kokon produziert. Nachdem die Larven sich verpuppt haben, werden die Kokons eingesammelt, noch bevor die Schmetterlinge schlüpfen können. Sie werden anschließend in kochendes Wasser geworfen, damit sich die einzelnen Fäden besser auseinander ziehen lassen. Die Tierchen werden dabei lebendig gekocht und erleiden unvorstellbare Schmerzen. Nicht jeder empfindet Empathie für Insekten, aber sie sind ein sehr wichtiger Teil des Ökosystems. Auch der Schmetterling hat das Recht auf ein Leben ohne Leid und Schmerz.

 

Einige tier- und umweltfreundliche Alternativen zu Seide sind Modal, Lyocell (Tencel), Agavenseide, Pima, Sojaseide oder Bambusseide. Diese Stoffe werden verstärkt in der Modeindustrie verwendet und können fast überall erworben werden.



Hier geht es weiter mit dem Tierrechtskurs:


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