Tipps, wie man Tierleid bei Freizeitaktivitäten vermeiden kann

Hier findest du eine Auflistung der Hauptbereiche, in denen Tiere für unsere Unterhaltung missbraucht werden:


Keine Zoos


Grundsätzlich bin ich nicht komplett gegen die Haltung von Tieren in Tierparks, aber ich verurteile stark die Art und Weise, wie die Tiere in den Zoos weltweit gehalten werden. Die Tiere haben viel zu wenig Platz, keine Abwechslung, kaum Rückzugsmöglichkeiten, keine naturnahe Umgebung und leiden oft an Verhaltensstörungen. In vielen Zoos, so wie in Hannover (Deutschland), wurden Aufnahmen gemacht, wie Elefanten misshandelt und verletzt werden, damit sie Tricks vorführen. Ohne Worte.

 

Tierparks, die unterstützt werden müssen, sind die, die verletzte und misshandelte Tiere retten und versorgen. Dort kann man mit einem guten Gewissen Tiere hautnah erleben und beobachten. So wie der Elephant Nature Park in Thailand. Dort werden gerettete Elefanten aufgenommen, die vorher in der Tourismusindustrie misshandelt wurden (siehe hierzu auch Tierschutz im Urlaub). In dem Tanzbärenpark in Beliza, Bulgarien, werden gerettete Bären aufgenommen, die vorher einen Ring in der Nase trugen, um auf der Straße zum Tanzen gezwungen zu werden. In Müritz, Deutschland, gibt es einen ähnlichen Park, ebenfalls von der Organisation Vier Pfoten unterstützt. Daneben gibt es unzählige Lebenshöfe, die sich über ganz Deutschland ausweiten.

 

Wichtig: Scheinheilige Tierrettungsstationen sind mittlerweile ein florierendes Geschäft geworden und es tauchen immer mehr schwarze Schafe auf. Ob eine Rettungsstation wirklich Tiere rettet, erfährst du durch Recherchen und Referenzen im Internet. Was für Tiere werden aufgenommen? Haben sie genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten? Werden sie gestresst und für Fotos ausgenutzt? Gibt es Tierschutzorganisationen, die darüber positiv berichtet haben? Ein Beispiel, wieso das alles wichtig ist: in Afrika werden Freiwillige aus Europa rekrutiert, mit dem Versprechen Babylöwen zu retten und aufzuziehen. Die nichts ahnenden Tierfreunde zahlen Tausende von Euros, um am Ende Löwen aufzuziehen, die für die Jäger aus Europa und die USA für Tausende von Euros zum Abschuss bereit gestellt werden. Deswegen ist gründliche Recherche das A und O.


Keine Delfinarien


Haben wir nicht alle Free Willy gesehen und dabei vor Freude geweint, als der Orka es endlich geschafft hat, in den Ozean zu fliehen? Unser erster Impuls sollte sein, diese Tiere direkt in die Freiheit zu entlassen und zu beschützen, oder?

 

Diese hochintelligenten sozialen Meeresbewohner werden einfach in Betongefängnisse gesteckt und darauf trainiert, vor dem Publikum zu springen und Tricks vorzuführen.

 

Sea World in San Diego, USA, zeigt wie absurd die Tierhaltung ist:

Screenshot Google maps / San Diego, Sea World

Auf diesem Bild kann man eindrucksvoll sehen, dass der Parkplatz um ein vielfaches größer ist als der Becken der Tiere. Delfine schwimmen in freier Wildbahn mehrere hundert Kilometer pro Tag, hier können sie höchstens einige Umdrehungen machen. 

 

Es ist viel schöner diese majestätischen Tiere in Freiheit zu beobachten. Hierzu muss man aber einiges beachten: Kein Massentourismus, keine überfüllten Boote (lieber Schlauchboote/Ruderboote), keine Tiere anfassen oder stören und nur ausgebildete Führer buchen. Was viele zudem oft falsch machen, ist den Anker achtlos ins Wasser zu werfen, denn dabei werden Koralle und empfindliche Ökosysteme zerstört. Schau auch hier Tierschutz im Urlaub unter Walbeobachtung.



Keine Zirkusse


Der Zirkus ist ein Gefängnis für Tiere, die für ihre Nahrung arbeiten müssen und dabei kein tiergerechtes Leben führen können. Kein Elefant oder Tiger würde freiwillig auf die Freiheit verzichten, um derartige Tricks auf Kommando aufzuführen, nur damit Menschen ihm applaudieren können. Die Tiere werden von klein auf hart trainiert und zu Gehorsam gezwungen. Das wird durch Schmerzen und Essensentzug erreicht. Ihr Leben besteht aus Reisen in engen kahlen Transportboxen, stressigen Vorführungen vor lauten Menschenmassen, stundenlanges Training und wenig Möglichkeit sich wirklich die Füße zu vertreten.

 

Diese veraltete Tradition wird in immer mehr Ländern offiziell verboten, wie zum Beispiel in Bulgarien, Griechenland oder Irland. Wir müssen uns für die Tiere einsetzen, damit diese Tierquälerei weltweit verboten wird!


Keine Stierkämpfe


Nun sind wir auch bei den Stierkämpfen angekommen. Das ist wahrscheinlich die grausamste Tierquälerei, die unzählige Male im Jahr stattfindet und sich leider immer noch einer großen Beliebtheit erfreut.

 

Ein Stierkampf bedeutet für das Tier ein langsamer Tod voller Stress und höllischen Qualen. Der Bulle wird mit Spießen, die ihm in den Nacken reingebohrt werden, aggressiv gemacht. Immer wieder wird er provoziert und ans Ende seiner Kräfte getrieben. Zum Schluss wird er mit einem Dolchstoß vor dem applaudierenden Publikum erstochen. Doch es geht noch weiter: Es gibt noch das sogenannte Stiertreiben. Hier werden Bullen und junge Kälber in die engen Gassen der Stadt freigelassen und durch die Menschenmassen gehetzt und verletzt. Dabei werden sie in die Arena getrieben, um dort anschließend getötet zu werden. 

 

Zum Glück wächst die Ablehnung in der Bevölkerung immer weiter an. Leider gibt es bisher nur auf den kanarischen Inseln ein komplettes Stierkampfverbot, aber ich bin zuversichtlich, dass weitere Regionen folgen werden.



Keine Rodeos


Das Rodeo ist ursprünglich eine brasilianische Sportart, die nach Amerika und Kanada gebracht wurde. Auch weltweit existiert eine große Fangemeinschaft und es gibt viele Befürworter.

 

Bei dem Rodeo gibt es mehrere Disziplinen, darunter das Kälberfangen, wobei ein Kalb (also ein Babytier) durch die Gegend gehetzt und anschließend mit einem Seil eingefangen wird. Eine weitere Disziplin ist sich eine Zeit lang auf einem Bullen oder auf einem wilden Pferd zu halten ohne runter zu fallen. Diese Sportart/Tradition bedeutet extrem viel Stress und Leid für die Tiere, die nach all den Torturen meistens getötet werden.

 

Als Alternative gelten alle weiteren 99% der Sportarten, an denen kein Tier beteiligt ist.


Keine Pferderennen


Bei Pferderennen geht es ausschließlich um Profit durch Wetten. Die Pferde werden jahrelang trainiert und wie Goldbarren behandelt. Sie müssen ständig Leistung zeigen und Schnelligkeit beweisen. Schwere Verletzungen sind an der Tagesordnung und bedeuten meist den Tod für das Tier. Denn die Pferde werden anschließend an Schlachthäuser verkauft.

 

Das gilt auch für alle Rennsportarten mit Tieren, wovon Hunde leider auch nicht verschont bleiben (z.B. Windhundrennen). In Taiwan werden Wettrennen mit Tauben veranstaltet, wobei tausende Tiere im offenen Meer freigelassen werden und selbst zurück nach Hause fliegen müssen. Nur 1% der Tauben schafft es lebendig aufs Land. In vielen weiteren Ländern, ganz voran auch Deutschland und die Schweiz, werden ähnliche Wettrennen veranstaltet, wobei viele Tauben sterben oder orientierungslos in die Städte stranden. Schwache Tauben, die geringe Leistung erbringen, werden ebenfalls getötet und durch neue ersetzt.

 

Alternative zu Tierrennen: Wer wetten will, kann das bei allen Sportarten tun, wo kein Tier daran beteiligt wird. Und wer Pferde hautnah erleben will, kann verschiedene Pferdehöfe und Tierheime besuchen.



Geld und Tiere


Hier wurden die am weitesten verbreiteten Unterhaltungsmöglichkeiten genannt, bei denen Tiere missbraucht und ausgebeutet werden. Darüberhinaus scheint das Angebot an Tierquälerei unendlich groß zu sein, z. B. das Ponykarussell bei Jahr- und Weihnachtsmärkten, wo Ponys stundenlang im Kreis laufen, um Kinder zu beglücken. Generell gilt: wenn Tiere mit Geld verbunden werden, handelt es sich meistens um Tiermissbrauch. Unterstützenswert sind nur Organisationen und Tierparks, die verwahrloste, misshandelte und illegal gehaltene Tiere retten und versorgen.

 

Wir müssen immer die Augen offen halten und alles hinterfragen. Dank des Internets, können wir uns über jeden Tierpark oder jeder Veranstaltung vorab informieren. Das Eintrittsgeld, das gezahlt wird, entscheidet nämlich was finanziert wird - Tierrettung oder Tierausbeutung. 


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