Tipps: Umweltfreundlich mit den Haustieren

Die wenigen haben darüber schon ein mal nachgedacht, aber unsere Haustiere sind leider wahre Umweltverschmutzer. Wie man die Haustierhaltung möglichst ökologisch gestaltet, erfährst du hier:

Ein Tier aus dem Tierheim adoptieren und keine Züchter unterstützen. Nicht nur, dass man aktiv ein Lebewesen rettet, man vermeidet so auch weiteres Tierleid. Es gibt Millionen obdachlose Hunde, die unter schlechten Bedingungen leben, dabei werden unzählige weitere vermeidlich "perfekte" Rassen gezüchtet. Der beste Freund des Mensches wird durch die Züchtung nur zu einem Statussymbol deklariert und als Ware über den Ladentisch verkauft. Dabei platzen die Tierheime und Rettungsstationen in Deutschland und im Ausland aus allen Nähten. Auch zahlreiche Katzen, Nagetiere, Vögel und Reptilien wurden aus der Laune heraus gekauft und warten im Tierheim auf ein neues Zuhause. Deswegen sollte man immer adoptieren und niemals kaufen.

 

Viele Tipps und Infos rund um die artgerechte Haustierhaltung findest du hier.

 

● Selbst kochen. Unsere Haustiere verursachen durch die Nahrung Unmengen an Müll. Bei zwei Dosen pro Tag pro Hund oder Katze, summiert sich das nach 10 Jahren auf 7.300 Aludosen. Das herkömmliche Futter aus dem Supermarkt ist auch nicht unbedingt das gesündeste, was man seinem Vierbeiner anbieten möchte. Das beste, was man machen kann, ist selbst zu kochen. So garantiert man gesunde und nährstoffreiche Zutaten und gleichzeitig wird der Müllberg reduziert. Viele leckere Rezepte lassen sich schnell durch die Suchmaschinen finden. Um Zeit zu sparen, kann man eine größere Menge kochen und dann in kleinen Portionen einfrieren. 

 

Pflanzliche Ernährung für Hunde. Sie sind wie wir Menschen Allesfresser und die vegane Ernährung kann sich auch positiv auf die Gesundheit des Hundes auswirken. Katzen dagegen können nicht vegan ernährt werden. Wer seinen Hund nicht komplett pflanzlich ernähren möchte, kann eine Mischkost nehmen und fleischfreie Tage einführen.

 

● Verpackungsfrei einkaufen. Viele Geschäfte für Haustierbedarf haben unverpacktes Futter und Leckerlies, die man in der eigenen Dose abfüllen lassen kann. Wenn man Nager hält, kann man ihnen die Gemüse- und Salatreste geben.

 

● Leckerlies selber backen. Daran denkt man kaum, aber tatsächlich kann man richtig schmackhafte Leckerlies für die Lieblinge backen. 

 

Keine Spielzeuge aus Plastik kaufen. Nicht nur, dass Plastik unsere Erde vermüllt, die gesundheitliche Risiken wurden auch noch nicht erforscht. Deswegen ist es besser, wenn ihr Liebling nicht darauf kaut. Die besten Alternativen sind abbaubare und natürliche Produkte wie Seile aus Hanf und Baumwolle, Stöcke aus dem Wald oder alte Socken.

 

● Zubehör Second-Hand kaufen. Leinen, Katzenbäume oder Transportboxen - auf Kleinazeigenseiten findet man viele Produkte, die sogar verschenkt werden. So kann man Ressourcen und auch Geld sparen.

 

● Das Bett für den Hund selber basteln, statt eins zu kaufen. Eigentlich braucht man nur ein Kissen mit Überzug für den Hund oder eine Kiste, die man abdunkeln kann, für die Katze. Wenn man etwas dekorativeres basteln will, so kann man bei kleineren Hunden einen alten vintage Koffer Second-Hand kaufen und ein Kissen reinlegen. Auf pinterest* findet man viele kreative Ideen.

 

● Alternativen zu den Hundekotbeutel aus Plastik. In Deutschland leben ca. 8 Millionen Hunde, wenn alle Besitzer Plastiktüten verwenden würden, wären das 16 Millionen Tüten pro Tag. Es geht auch umweltfreundlicher: vor allem bei kleinen Hunden reicht es, wenn man Zeitungspapier oder recyceltes Toilettenpapier zum Aufheben benutzt. Man kann auch eine größere alte Plastiktüte in Quadraten zerschneiden und diese dann verwenden. Die abbaubaren Plastiktüten, die beworben werden, dürfen nicht in die Biotonne geworfen werden, da sie sich nur sehr langsam zersetzen, wodurch die Erde an Qualität verliert. Tüten aus nachwachsenden Rohstoffen wie Miasstärke sind nicht unbedingt empfehlenswert, da sie eine Lebensmittelverschwendung darstellen und Monokulturen für den Anbau die Natur verdrängen. 

Wenn du noch mehr Tipps und Ideen hast, schreib mir an info@wirfuerdieerde.de